Sicherheit · Masterkey · Verschlüsselung · interne Änderungssicherung
Sicherheit & Verschlüsselung in Reldon Control
Reldon Control ist ein eigenständiges Projekt aus Deutschland. Sicherheit soll nicht nur
ein Nebensatz sein, sondern ein eigener Grundbaustein: mit klarer Trennung zwischen
WireGuard-Transportverschlüsselung, Reldon-interner Secret-Verwaltung, Masterkey-Konzept,
Passwort-Hashing und interner Änderungssicherung.
Masterkey-Konzept
Argon2id geplant
ChaCha20-Familie geplant
Keine Klartext-Secrets
🧭
Grundprinzip
Sicherheit ist mehr als ein einzelner Algorithmus
Reldon Control soll sensible Verwaltungsdaten nicht beiläufig behandeln. Entscheidend ist
nicht nur, welcher Algorithmus eingesetzt wird, sondern auch, wo Schlüssel entstehen,
wie sie abgeleitet werden, welche Daten gespeichert werden, welche Rechte ein Systemnutzer
besitzt und ob Änderungen nachvollziehbar bleiben.
Ziel ist ein nachvollziehbares Sicherheitsmodell ohne eigene Kryptografie-Experimente:
etablierte Verfahren, getrennte Schlüsselbereiche, klare Rollen, kontrollierte Änderungen
und möglichst wenig unnötige Datenweitergabe.
🔐
Nicht verwechseln
WireGuard-Verschlüsselung und Reldon-interne Verschlüsselung sind zwei Ebenen
WireGuard bringt die eigentliche VPN-Transportverschlüsselung mit. Diese schützt den
Datenverkehr innerhalb des WireGuard-Tunnels. Reldon Control ersetzt diese Kryptografie
nicht, sondern verwaltet Konfiguration, Gegenstellen, Routing, Status und Diagnose rund
um WireGuard.
Davon getrennt ist die Reldon-interne Secret-Verwaltung. Dabei geht es um Dinge, die
Reldon selbst speichern oder schützen muss: zum Beispiel API-Tokens, SSH-bezogene Secrets,
Zugangsdaten, interne Verwaltungsdaten oder Reldon-relevante Konfigurationszustände.
Kurz gesagt: WireGuard schützt den VPN-Tunnel. Reldon Control soll die eigenen
Verwaltungs- und Secret-Daten zusätzlich sauber absichern.
🗝️
Masterkey
Ein Masterkey als Ausgangspunkt, nicht ein Passwort für alles
Das geplante Sicherheitsmodell sieht einen zentralen Masterkey je Installation vor.
Dieser Masterkey soll nicht einfach überall direkt verwendet werden. Er dient als
geheimer Ausgangspunkt, aus dem zweckgebundene Schlüssel für unterschiedliche Bereiche
abgeleitet werden können.
So können beispielsweise getrennte Schlüsselbereiche für SSH-bezogene Secrets,
API-Tokens, interne Änderungssicherung oder andere Reldon-relevante Geheimnisse entstehen.
Dadurch muss nicht jedes Secret mit demselben direkten Schlüssel behandelt werden.
Ein Masterkey sollte nicht wie ein kurzes Alltagskennwort verstanden werden. Als
technische Mindestanforderung können Länge und Komplexität gelten; empfohlen ist eine
längere Passphrase oder ein generierter Schlüssel mit hoher Entropie.
🧱
Hashing & Verschlüsselung
Hashing ist nicht dasselbe wie Verschlüsselung
Passwort-Hashing
Passwörter sollen nicht im Klartext gespeichert werden. Für Passwort-Hashing und
vergleichbare Prüfwerte ist Argon2id als Zielrichtung vorgesehen. Hashing ist für
Daten gedacht, die nicht wieder entschlüsselt, sondern nur geprüft werden sollen.
Secret-Verschlüsselung
Secrets, die Reldon später wieder lesen muss, brauchen Verschlüsselung statt Hashing.
Für solche Daten ist eine Verschlüsselung aus der ChaCha20-Familie vorgesehen,
voraussichtlich XChaCha20-Poly1305 oder ChaCha20-Poly1305.
Integritätsschutz
Verschlüsselte Daten sollen nicht nur unlesbar sein, sondern auch Manipulationen
erkennbar machen. Deshalb ist eine authentifizierte Verschlüsselung mit
Integritätsschutz wichtig.
🧰
Was geschützt werden soll
Reldon-relevante Secrets und Verwaltungsdaten
Welche Daten im Detail verschlüsselt, gehasht oder nur protokolliert werden, hängt vom
finalen Implementierungsstand ab. Grundsätzlich sollen sensible Daten nicht unnötig im
Klartext liegen.
SSH- und Systemzugänge
SSH-bezogene Secrets, eingeschränkte Systemnutzer wie ein späterer reldon-Benutzer
und besondere administrative Zugriffe sollen getrennt betrachtet und nicht frei als
Klartextdaten abgelegt werden.
Root nur als Ausnahmeebene
Root-Zugriffe sind nicht als normaler Alltagsweg gedacht. Sie gehören in einen
strengeren Ausnahme-, Recovery- oder Bootstrap-Kontext und sollen entsprechend
vorsichtig behandelt werden.
API-Tokens und externe Schnittstellen
API-Tokens und vergleichbare Geheimnisse müssen geschützt werden, weil sie Zugriff
auf Verwaltungsfunktionen ermöglichen können. Sie gehören daher zu den besonders
sensiblen Secret-Bereichen.
🛡️
Interne Änderungssicherung
Kein Backup-Manager, kein Backup-Server, kein Backup-Service
Reldon Control ist kein Backup-Manager, kein Backup-Server und kein Backup-Service.
Wenn Reldon Control interne Sicherungen erstellt, geht es um Reldon-relevante
Konfigurationen, Änderungszustände oder betroffene Dateien vor Verwaltungsaktionen.
Solche internen Änderungssicherungen können vor geplanten Änderungen, Validierungen oder
kritischen Verwaltungsaktionen entstehen, damit ein vorheriger Zustand nachvollziehbar
und bei Bedarf wiederherstellbar bleibt.
Dabei werden nicht pauschal alle Daten eines Systems gesichert. Im Fokus stehen die
betroffenen Konfigurationsdateien, Verwaltungsdaten oder Zustände, die für die jeweilige
Änderung relevant sind.
🤖
KI-Unterstützung
Optional, kontrolliert und nicht autonom entscheidend
KI-Funktionen sind als spätere optionale Unterstützung geplant, zuerst voraussichtlich
über eine OpenAI-API-Schnittstelle. Gedacht sind Hilfen für Erklärung, Diagnose,
Log- oder Konfigurationsanalyse und verständliche Hinweise, warum etwas nicht funktioniert.
Reldon Control ist nicht als autonom entscheidende KI-Plattform geplant. Kritische
Netzwerk-, Sicherheits- oder Infrastrukturänderungen sollen nicht ungeprüft durch eine KI
automatisch ausgeführt werden.
Nutzer sollen einstellen können, ob KI-Funktionen deaktiviert sind oder in Modi wie
Diagnose, Erklärung oder Assistenz genutzt werden. Ebenso soll kontrollierbar sein,
welche Daten eine KI sehen darf und welche Aufgaben erlaubt sind. Externe KI-APIs können
nutzungsabhängige Kosten verursachen.
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Was Reldon Control nicht verspricht
Keine falschen Sicherheitsversprechen
Reldon Control soll robuste, moderne Sicherheitsverfahren nutzen. Trotzdem ist kein
System allein durch gute Verschlüsselung automatisch sicher. Sicherheit hängt auch von
Implementierung, Schlüsselverwaltung, Updates, Betriebssystemhärtung, Benutzerrechten,
Netzsegmentierung und korrekter Bedienung ab.
Deshalb werden Begriffe wie „unknackbar“, „absolut sicher“ oder „magische
Enterprise-Sicherheit“ bewusst vermieden. Ziel ist ein nachvollziehbares,
prüfbares und sauber dokumentiertes Sicherheitsmodell.
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Quellen & technische Einordnung
Externe technische Grundlagen
Die konkrete Reldon-Implementierung ist noch Entwicklungsarbeit. Die folgenden Quellen
beschreiben die technischen Grundlagen, auf die sich die Sicherheitsrichtung bezieht: